Buch veröffentlichen

Vom Manuskript zum Buch im Handel

Dank des wachsenden eBook-Marktes, gibt es auch für Hobbyschreiber immer mehr Möglichkeiten, das eigene Buch zu veröffentlichen. Ohne, dass dabei ein finanzielles Risiko für Autor oder Verlag entsteht. Digitale Bücher kosten schließlich weder Papier noch Druck, auch fallen keine Kosten für Lagerung und Auslieferung an. Ist das Manuskript fertig, ist die digitale Ausgabe ebenfalls innerhalb weniger Stunden erstellt und oft schon am nächsten oder übernächsten Tag online. Zugleich haben auch viele der großen Verlagshäuser die Zeichen der Zeit erkannt.

Während Selbstverleger in der Branche früher eher verpönt waren und kaum Chancen auf einen Buchvertrag mit einem namhaften Haus hatten, halten die Talentscouts der Verlage heute auch auf dem eBook-Markt Ausschau nach neuen Autoren.

Unterstützung im Schreibprozess

Buch schreiben & Autor werden

Viele etablierte Schriftsteller arbeiten bereits während des Schreibprozesses eng mit ihrem Lektor zusammen. Diese Unterstützung haben Hobbyautoren normalerweise nicht. Sie müssen ihr Manuskript allein fertigstellen. Hilfestellung finden sie beispielsweise in Schreibratgebern, die es für nahezu jede Textgattung und jedes Genre gibt. Autorenhandbücher listen die Kontaktadressen von Verlagen und Literaturagenten auf, andere geben wertvolle Tipps zum Erstellen eines eBooks oder zu rechtlichen Aspekten des Publizierens. Auch für handwerkliche und kreative Schwierigkeiten, mit denen jeder Autor einmal zu kämpfen hat, gibt es Übungen und Techniken, die über Schreibblockaden und kniffelige Textstellen hinweghelfen. Viele Autoren schätzen außerdem den Austausch mit anderen Schreibbegeisterten.

Buch veröffentlichen
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Die Suche nach einem geeigneten Verleger kann viele Monate dauern.

Doch nicht in jeder Stadt gibt es Schreibzirkel und nicht jeder Hobbyschriftsteller hat das nötige Kleingeld, um regelmäßig Schreibseminare und Workshops zu besuchen. Onlineforen für angehende und erfahrene Autoren sind eine gute Alternative zum Stammtisch vor Ort. Hier treffen sich Schreibbegeisterte, die bereits ein Buch veröffentlichen konnten und solche, die das Schreiben gerade erst für sich entdeckt haben. Die Bandbreite der Themen reicht von Kreativitätsübungen bis hin zu den Erfahrungen einzelner Mitglieder mit einem bestimmten Buchverlag. Wer mutig genug ist, kann sogar eigene Texte einstellen und von anderen Nutzern kommentieren lassen. Gerade Anfänger können so, im Schutz der Anonymität breit gefächertes Feedback zu ihren Texten einholen, das sich oft als hilfreich für ihre weitere Arbeit erweist.

Einen Verlag finden

Der zweite, zentrale Schritt auf dem Weg zum Autor besteht darin, das fertige Buch zu veröffentlichen. Klassischerweise über ein Verlagshaus, mit dem der Autor einen Vertrag über die Konditionen der Veröffentlichung, die Auflagenhöhe und seine Tantiemen abschließt. Viele Autoren bewerben sich auf eigene Initiative bei den Verlagen ihrer Wahl, andere wenden sich mit ihrem Manuskript zunächst an einen Agenten, der bereits gute Kontakte zu ausgewählten Lektoren und Verlegern unterhält. Idealerweise nehmen sie hierbei zuerst Kontakt zur Lektoratsabteilung oder zum Literaturbüro auf, bevor sie ihr Manuskript einsenden, stellen ihre Arbeit vor und fragen, ob sie ein Exposé samt Textprobe einsenden dürfen. Gerade bei bekannten Verlagen, die sich vor Texteinsendungen kaum retten können, ist es üblich, dass unverlangt eingesandte Arbeiten gar nicht erst gelesen werden oder ihre Bearbeitung überdurchschnittlich lange dauert.

Eine kurze Voranmeldung per Telefon oder E-Mail ist daher in jedem Fall empfehlenswert. Darüber hinaus ist nicht jeder Verlag an jeder Art von Text und Genre interessiert. Normalerweise spezialisieren sich Verlagshäuser auf bestimmte Genre und Schwerpunkte. Ein Blick auf die Homepage des jeweiligen Unternehmens schafft schnell Klarheit. Ein Kapitel für sich sind übrigens die sogenannten Druckkostenzuschussverlage, die ihre Autoren eher arm als reich und berühmt machen. Sie sind leicht erkennbar daran, dass sie vom Autor Geld für den Druck seines Buches verlangen. Um den Vertrieb und die Werbung für das fertige Werk muss sich der Verfasser selbst kümmern, sodass er nicht nur auf seinen Kosten, sondern auch auf seinen gedruckten Büchern sitzen bleibt.

Vorteile und Herausforderungen beim Selbstverlag

Die Suche nach einem geeigneten Verleger kann viele Monate dauern. Doch es gibt Alternativen für Autoren, die nicht so lange warten wollen, sondern schnelle und unkomplizierte Wege suchen, auf denen sie ihr Buch veröffentlichen können. eBooks, die lediglich als digitale Ausgabe erscheinen kosten den Verfasser kein Geld. Auf Self Publishing Plattformen, wie sie von vielen großen Buchhändlern unterhalten werden, können Schreibbegeisterte ihre Werke hochladen und sämtlichen Nutzern zugänglich machen, ohne dass sein Lektor dazwischen geschaltet wäre, der über Annahme oder Ablehnung des Manuskripts entscheidet. Außerdem können Autoren den Verkaufspreis für ihr Werk selbst festlegen und ebenfalls darüber entscheiden, wie hoch ihre Tantiemen sein sollen.

Im Gegenzug sind sie für jeden Aspekt ihrer Veröffentlichung selbst verantwortlich. Arbeitsschritte, die normalerweise der Verlag für den Autor übernimmt, müssen Selbstverleger allein bewältigen. Dazu gehören beispielsweise die Korrektur und das Lektorat des fertigen Textes. Auch die Gestaltung eines Buchcovers und die damit zusammenhängenden urheberrechtlichen Aspekte obliegen nun dem Verfasser. Besonders trickreich ist jedoch die Vermarktung des eigenen Werkes. Die Bücher und Kurzgeschichten neuer Autoren gehen in der Vielzahl von Texten, die jeden Tag frisch auf den Markt kommen schnell unter. Viele Selbstverlegerplattformen bieten ihren Autoren zwar zusätzliche Marketinginstrumente, aber ganz ohne Eigeninitiative geht es meist nicht. Jungautoren müssen sich gut vernetzen und online sehr präsent sein, um sich und ihr Werk bekannt zu machen.

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